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Der Untergang der Deepwater Horizon-1- (Dokumentation)
DOKU- TEIL 2/ 1: "THE RESPONSE" -1-
TEIL 3: VIDEO SOURCES
Der Untergang der Deepwater Horizon (1/ 2)
DOKU TEIL 2/ 2 : " THE RESPONSE"-2-

DER UNTERGANG DER DEEPWATER HORIZON (1/2)

- ÖLKATASTROPHE IM GOLF VON MEXIKO- 2- technical aspects

( Dokumentation)

In diesem Teil 2 will ich eine allgemeine Beschreibung der Ölbohrtechniken und auch der vielen unverstandenen technischen Begriffe geben, die in diesem Zusammenhang fallen.

Leider brauchen mit höherer Datenmenge in Deutschland aufgrund tausendfachen Vermietung durch die geschäftstüchtige Netzgentur und der damit entstehenden Überlastung immer längere Ladezeiten. Klicken Sie daher auf folgenden Link, um die Dokumentation über die technischen Details der Deepwater Horizon Katastrophe aufzurufen:

Sie finden die verschiedene Recherchen über die Geologie des Golfes von Mexiko daher nun auch auf einer eigenen Seiten

LETZTER- VERFASSTER BERICHT auf der Seite

DER UNTERGANG DER DEEPWATER HORIZON (1.2.2 - GEOLOGICAL ASPECTS / eigene Recherchen :

2.- 9 AUGUST 2010

DAS GEHEIMNIS VON BOHRLOCH " A" UND "B"

<<inoffizieller Bericht

 

Der letzte Bericht beim ZDF kam etwa Anfang August. Gestern-21-8-2010- brachte NTV eine weitere zusammenhangslose Meldung: Die Versiegelung des Bohrloches würde sich verspäten, weil man auf dem (aber doch bereits mit"Static Kill" versiegelten?) BOP "eine neue Verschlusskappe" (mit Absaugrohr nach oben) anbringen müsse. Aktuelle Meldungen- soweit erfahrbar- finden Sie in Teil 4 dieser Dokumentation

Von offizieller Seite hörte man seit Anfang August so gut wie gar nicht mehr. Wenn man ( was nicht nur ich inzwischen machte um sich da auszukennen ), anhand der ROV Koordinaten eine Karte vom Areal anfertigt,zeigt sich : Das Disaster um die Deepwater Horizon hatte ein weitaus größeres Ausmaß, als bisher angenommen wurde: Weiter unten auf der Seite finden Sie meine Karte vom Areal der derzeitigen Operationen, angefertigt anhand der auf den rovs angezeigten Koordinaten:

Die Aufnahmen der verschiedenene rovs selbst zeigen Bewegungen des Meeresbodens , Eruptionen und jede Menge Löcher aus denen Bläschen aufsteigen. Manche meinten, bei den "rotschimmernden großen runden Blasen " handelt es sich um Methanhydrat ("Methaneis").

( Veröffentlicht: 15.08-2010-)

click here for my areal map of the Deepwater Horizon incident site at MCB252.

 

ÜBER DIE ANDEREN TEILE MEINER DOKUMENTATION:

- (Teil 1) DIE ÖLKATASTROPHE IM GOLF VON MEXIKO -(Dokumentation)
In diesem Teil 1 geht es um den Unfallhergang selbst, seine Vorgeschichte die ersten Meldungen und Zeugenberichte sowie Stellungnahmen in der Öffentlichkeit.
> die Untersuchungen des US Congresses ( mit links zu den Original Dokumentationen)
>Aussagen von MItarbeitern der Ölfirmen, sowie von Experten und Zeugen des Unglücks.
DIE ÖlKATASTROPHE IM GOLF VON VON MEXIKO- Teil 1.2.2.- geological aspects
Über die Geologie des Golfs von Mexiko, Erdbebenaktivitäten am 20. April- eigene Recherchen: "das Geheimnis von Bohrloch A und B" und A." und vieles Andere
Der Untergang der Deepwater Horizon ( 2/1) "The Response! ( 1)
dies ist eine Chronologie der Berichte Maßnahmen und Ereignisse, die nach dem Unglück am 20. April eingeleitet wurden. BPs Versuche, das Bohrloch zu schließen, - die leider nur sehr spärlichen Berichte über die Maßnahmen zur Eindämmung der Ölpest und die Untersuchungskommissionen von US Congress und Regierung. Im ersten Teil finden Sie die Chronologie von Mai 2010 bis Ende Juni 2010
In " DEEPWATER- HORIZON - The RESPONSE" ( 2)
dies ist eine Chronologie der Berichte Maßnahmen und Ereignisse, die nach dem Unglück am 20. April eingeleitet wurden. BPs Versuche, das Bohrloch zu schließen, - die leider nur sehr spärlichen Berichte über die Maßnahmen zur Eindämmung der Ölpest. Außerdem: Videolinks von Untersuchungskommissionen von US Congress und Regierung in Originallänge . In diesem ersten Teil finden Sie die Chronologie von Mai 2010 bis Ende Juni 2010
In DEEPWATER HORIZON- Teil 3 finden sie eine Videochronologie aus Nachrichtenberichten, Reportagen, Zeugenaussagen nebst anderem interessanten Begleitmaterial. wie Aufnahmen vom Meeresgrund usw.

 

(In eigener Sache) Liebe Besucher diese Website: Nutzen Sie meinen blog:

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CHRONOLOGIE DER GRÖSSTEN ÖLHAVARIE DER GESCHICHTE

Teil 1.2.1: Technische Aspekte

Deepwater Horizon ( Transocean)

KURZBESCHREIBUNG

Die Deepwater Horizon (DWH) war eine sogenannte Schwimmbohrinsel (korrekt: Halbtaucherbohrinsel ), wie sie für Tiefseebohrungen verwendet wird. Während Bohrinseln in geringerer Meerestiefe auf Masten und Stützen gelagert werden, gewinnt eine solche Halbtaucherbohrinsel ihren Auftrieb durch Pontons ( Schwimmkörper). Ihre Lage stabilisiert eine solche Schwimmbohrinsel mittels GPS und entsprechend angeordneten Schiffsschrauben. Da sie somit -ohne feste Verankerung auf dem Meeresgrund- in sehr großen Meerestiefen bohren kann, wird sie nur für die Bohrungen selbst verwendet. Ist diese Bohrung zum Ölfeld fertiggestellt, wird das Bohrrohr vorrübergehend versiegelt, bis eine Ölförderplattform herangeschafft ist, die dann die Ausbeutung der Ölquelle übernimmt.

Deepwater Horizon Photo. NOAA

 

> Die Firma Transocean mit Sitz in Steinhausen/ Schweiz ist auf Tiefseebohrungen spezialisiert). Kurz vor Fertigstellung der DWH hatte Transocean den Auftraggeber für die Plattform, die Us Firma R&B Falcon übernommen:

>1979 hatte sich auf der Ölbohrplattform IXTOC I der Firma Sedeco ( aus der Transocean hevorging) ein ähnlicher Unfall ereignet. Das sprudelnde Rohr in nur 50 Metern Meerestiefe konnt damals erst nach 9 Monaten verschlossen werden.( siehe unten)

> Die DWH galt bisher als "sicherste Ölplattform der Welt". sie war u A mit einem " e-drill " genannten Überwachungssystem ausgestattet, das es Technikern in Houston gestattete, Fernwartungen vorznehmen. ImMai 2010 sollte die DWH sogar, bzw "eigentlich" mit einem Preis für die " sicherste Plattform" ( der welt?) ausgezeichnet werden.

> Im Jahre 2009 hatte die Deepwater Horizon im sogenannten "Tiber" Ölfeld ( Teil des Mississipi Canyon Blocks 252) weiter südlich eine Probebohrung bis in 9144 Meter gebohrt, was seither in der Branche als der derzeit gültige Tiefbohrrekord gilt.

 

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> Die Firma Transocean mit Sitz in Steinhausen/ Schweiz ist auf Tiefseebohrungen spezialisiert). Kurz vor Fertigstellung der DWH hatte Transocean den Auftraggeber für die Plattform, die Us Firma R&B Falcon übernommen:

>1979 hatte sich auf der Ölbohrplattform IXTOC I der Firma Sedeco ( aus der Transocean hevorging) ein ähnlicher Unfall ereignet. Das sprudelnde Rohr in nur 50 Metern Meerestiefe konnt damals erst nach 9 Monaten verschlossen werden.( siehe unten)

> Die DWH galt bisher als "sicherste Ölplattform der Welt". sie war u A mit einem " e-drill " genannten Überwachungssystem ausgestattet, das es Technikern in Houston gestattete, Fernwartungen vorzunehmen. Im Mai 2010 sollte die DWH sogar, bzw "eigentlich" mit einem Preis für die " sicherste Plattform" ( der welt?) ausgezeichnet werden.

> Im Jahre 2009 hatte die Deepwater Horizon im sogenannten "Tiber" Ölfeld ( Teil des Mississipi Canyon Blocks 252) weiter südlich eine Probebohrung bis in 9144 Meter gebohrt, was seither in der Branche als der derzeit gültige Tiefbohrrekord gilt.

er

Bild: Am 20. April 2010 gegen ca 22.44 lokaler Zeit ereignet sich ein Blowout an der Ölbohrstelle. Die "Deepwater Horizon" steht in Flammen und sinkt zwei Tage später auf den Meeresgrund

geographische Position der DWH:( nach Angaben auf der Transocean website)

28° 44.20`Nord/ 88° 23.23`West

_____________________

Dokumente:

DEEPWATER HORIZON ( aus Datenblatt/ wikipedia)

Hersteller: Hyundai Heavy Industries in Ulsan, Südkorea

Eigner/Betreiber: Transocean

Registrierung: Flag of the Marshall Islands.svg Majuro, Marshallinseln

Preis: 350 Mio US- Dollar -

Die British Petroleum ( BP) hatte die DWH zum Zeitpunkt des Unfalls geleast

Maße: ca 121 mal 78 Meter

Höhe: ca 41 Meter/ Tiefgang( bei Betrieb): ca 23 Meter

Vermessung: 32.588 GT

Verdrängung: 52.587 Tonnen

max Tragfähigkeit/ Kapazität): 8202 Tonnen:

Energieversorgung:gesamt 43.735 kW (ca. 59.464 PS) >WÄRTSILA -Zweitaktmotor

Antrieb: 60.000 PS

 

 

Was geschah zuletzt auf der Deepwater Horizon?

 

"Versiegelung" des Steigrohres

Als die Bohrung selbst fertiggestellt war , am nächsten Tag aber die Mariana Plattform die Ausbeutung der Ölvorkommens übernehmen sollte , wurde die Ölquelle notdürftig versiegelt . Für die Zementierarbeiten war die Firma Halliburton beauftragt worden. In verschiedenen Berichten ist nun auch die Rede davon, Halliburton hätte hier das erste mal ein neues Additiv für Zementmischung ausprobiert, an dessen behaupteter höherer Festigkeit aber Experten bereits vor dem Unfall Zweifel äußerten

bis 19.4.2010: "Production Casing"

am unteren Ende des Rohres beginnt ja das Ölvorkommen. Ist die Bohrung fertiggestellt, wird dort in der Regel ein schmaleres Rohr eingefügt. und in das (breiteren) Bohrloch ( well bore) einzementiert, um dort einen stabilen Abschluss und eine ebenso wichtige Abdichtung zum Bohrloch erreichen. (Unten finden Sie eine Abb) Ein innerhalb des Rohres bewegter Pumpkopf spritzt dann die Zementmischung mit Hochdruck gegen die Innenwand des Rohres. Über Öffnungen in diesen Spezialrohren dringt der Zement dann auch in die Bereiche außerhalb des Rohrs zur Gesteinschicht. Welche Probleme es da geben kann, kann man sich ja denken.- vor allem wenn sich das unteren Ende des Bohrloches durch zu schnelles Bohren erweitert hat und die Ränder abgebrochen sind .

20.4.2010>Versiegelung des Rohres

Wie spiegel online berichtete, sollten in 2 Abschnitte des Steigrohres ("riser") jeweils 1 Stöpsel aus einer mit Stickstoff versetzten Betonmischung eingebracht werden . Der Stickstoff soll eine Anreicherung mit Methan verhindern. Der Raum zwischen diesen Betonkorken wird mit teils synthetischem schweren Schlamm aufgefüllt , wodurch wohl der darüberliegende wieder automatisch Halt findet.?

Zentrierer:

.Für das "Betonkorken", gibt es zumindest eine Art mechanischer Stützen, die man Zentrierer nennt. Soweit ich mich erkundigen konnte, sind "Zentrierer" aber eine Art Manschetten die in verschiedenen Abschnitten um das (dünnere) Bohrrohrgestänge angebracht werden um es genau in der Mitte des Steigrohres halten und somit eine symmetrische Bohrung zu gewährleisten.

( Ohne Gewähr) Offenbar werden sie aber auch zum Einsetzen und Einbetonieren des schmäleren Riserendstückes am unteren Ende des Bohrlochs verwendet. Welche Maßnahmen nun den eingebrachten Zement stützen oder sein Abfließen verhindern sollen, ist nicht bekannt . Anstatt der empfohlenen 21 hat man für die zwei Propfen des DWH Steigrohres nur 6 verwendet- lautet der Vorwurf des Congress- Untersuchungsausschusses.

BP Chef Hayward meinte dazu: "Es sei nicht immer besser, wenn man mehr nimmt"

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20.4.2010 Drucktests

Optisch kann diese Verfüllung niemand kontrollieren. Sattdessen werden jeweils Drucktests innerhalb des Steigrohres und innerhalb des Annulus( siehe unten) durchgeführt . Ein positiver Drucktest und ein negativer " (Unterdruck-) test- ("Saugtest") Da jedoch die Dichtung im BOP defekt gewesen sein soll, hätte dieser Test zuerst nun zu falschen- zu niederen Ergebnissen geführt. Erst am Tage des Unfalls stieg der Druck so merklich an Als man den Überdruck bemerkte, war es jedoch bereits zu spät.

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Macondo field
Country:
United States
Region:
Gulf of Mexico
Location:
Mississippi Canyon
Block(s):
252
Offshore/onshore:
offshore
Coordinates:
28°44′12″N 88°23′13″W / 28.736667°N 88.386944°W / 28.736667; -88.386944Coordinates: 28°44′12″N 88°23′13″W / 28.736667°N 88.386944°W / 28.736667; -88.386944
Operator:
BP
Partners:
BP (65%)
Anadarko (25%)
MOEX Offshore 2007 (10%)
Field history
Discovery:
2010
Production
Estimated oil in place:
50 million barrels (~6.8×10^6 t)
Macondo Oilfield ( Widipedia)

Nachtrag( 22.7.2010) : DRUCKVERHÄLTNISSE

Mit dem im Juli aufgesetzten "Top hat" konnte BP zum ersten Mal den Druck messen , mit dem das Öl- Gasgemisch am Meeresboden austritt:

Nach Verschluß der beiden Überdruckventile an der Seite des "top hat" stellte sich ein Druck ein von 6.700 psi. ( pound force per square inch)

Das wären ca 461,941 bar- umgerechnet: ca 4700 Kilopond auf den Quadratzentimeter (Kilopond sind etwa dasselbe wie, bzw äquivalent zu: Kilogramm- die Fläche, auf die der Druck wirkt, spielt hier eine sekundäre Rolle)

Je nachdem, ob das verwendete Nanometer den Außendruck in 1600 Metern Meerestiefe ( 160 Bar) als Referenzdruck nimmt , ergäbe das (bei einer angenommenen Wassersäule von weiteren 4.500 Metern) einen Druck aus dem Ölreservoir von ca 950 Bar (atmosphärisch: ca: 1100 Bar).

Der von BP (nunmehr, im August 2010) angenommene Wert in der Tiefe ( ca 6.500 Metern unter Normal Null) des Ölresservoirs beträgt ca. 13.500 psi ( =930, 777771... bar =9490 Kilopond/ quadratzentimeter = ca 9, 4 Tonnen/quadrat-cm).

Wie auch immer: der reguläre ( atmosphärische) Überdruck, mit dem das Gemisch folglich dann oben an der Plattform bzw bei den Schiffen ankommt, wäre demnach ca 300- 350 Bar (äquivalent zu ca 3-3,5 Tonnen pro Quadratzentimeter). Am Unfalltag, dem 20. April, dürfte er dann noch darübergelegen haben.

Der Druck der Ölquelle scheint aber nicht genau konstant zu sein. Ich gehe davon aus , dass sich unter dem Vorkommen eine Erdspalte mit einer Magmaader oder Ähnliches befindet , welche das Ölvorkommen darüber ( wenn auch zeitlich differierend ) mehr oder weniger beständig aufheizt.

Haliburton-( Letzte Messungen vor dem Unfall) "Last.Two.Hours.Chart

 
 
     
     
     

TECHNISCHE SACHVERHALTE:

links and documents:

ÖLBOHRUNG

links and documents:

BP.com/ Verzeichniss der rov ( remote operated vehicle) live streams

Deepwater Horizon Unified Command- website/suggestions

Bevor eine Probebohrung durchgeführt wird, wird meistens ein geologisches Gutachten angefertigt. Dies führt in den USA in der Regel wohl die USGS durch ( United states Geological Survey). Danach wird wohl von einer Behörde, offensichtlich dem Mineral Management Service eine Versteigerung durchgeführt, bei der natürlich die meistbietenden Großkonzerne so gut wie immer den Zuschlag erhalten. Das MMS geriet nach dem Unfall in harsche Kritik, es sei bestechlich und habe Vorteilsgewährungen begangen.

USGS.us.gov-Gulf of Mexico Gas Hydrate Joint Industry Project Leg II

Live Bilder vom BP SCANDI ROV 1

 

BOHRVORGANG

 
 
Wie nun genau im Einzelnen zeitlich bei einer Bohrung nacheinander vorgegangen wird, ist denkbar aber nicht genau bekannt. Der Bohrvorgang selbst besteht jedenfalls kurz geschildert aus folgenden Maßnahmen und Einrichtungen
 

Wellhead von Cameron wie bei der Bohrung der Deepwater Horizon verwendet. Mit diesem Wellhead wird der obere Bereich des Bohrloches am Meeresgrund abgeschlossen/ abgedichtet. Auf den wellhead wird dann der 350 Tonnen schwere BOP gesetzt.

Aus diesem Bereich bzw aus dem Rand des Wellheads soll auch Öl und Gas aus dem Untergrund dringen.

Eine Bohrung wird in jedem Fall innerhalb eines sogenannten Steigrohres ausgeführt.

Dieser "Riser" ist/ war bei der Deepwater Horizon ein Stahlrohr mit 100 cm Durchmesser bei 1 cm Wandstärke. Dieses Steigrohr wird von der Plattform abwärts bis auf den Meeresgrund geführt und in das entstehende Bohrloch gerammt . Es dient zum einen der Abstützung des Bohraumes, der beim Bohren entsteht und soll dabei die Verschüttung des Bohrloches durch das Randgestein verhindern. Zum anderen wird es für Bohrschlammspülungen und später für andere Maßnahmen bei der Ölförderung benötigt .

Wohl vor der Absenkens dieses Steigrohres wird zuerst ein trichterförmiges Öffnung am Meeresgrund gebohrt, in dem der sogenannte " wellhead" einbetoniert wird. ( Abb. links)

Anschließend wird das Steigrohr in die Öffnung des Wellheads eingeführt. Über diesem lässt man dann ( an Stahlseilen) den sogenannten "Blow out preventer" ( ein 350 Tonnen schweres Gerät- abb. rechts>>) ) bis hinab auf den Meeresgrund gleiten, wo er dann ( durch das Rohr geführt, welches ununterbrochen durch den BOP hindurchgeführt wird ) auf dem Anschlußstück am Wellhead einrastet.

Nun kann mit der Bohrung begonnen werden

Von der Plattform aus wird über den sogenannten Spülkopf ( das obere verschließbare Endstück der Bohrinstallation) das Bohrrohrgestänge aneinandergereiht/ - montiert und in den Riser (Steigrohr) eingeschoben bis es bis unterhalb des BOPs auf den Meeresgrund reicht. Dort kann dann mit der eigentlichen Bohrung begonnen werden.

der Bohrschlamm wird durch das hohle Bohrgestänge aus einer Öffnung über dem Bohrkopf ( Bohrvorrichtung mit etwa demselben Durchmesser wie das Steigrohr) während des gesamten Bohrvorgangs nach oben gepumpt,. bzw umgewälzt (zirkuliert) . Das Steigrohr wird jeweils in die neu entstandene Bohrung nachgerammt.

Weitere Sicherheitseinrichtungen sind/ waren auf dem Hoheitsgebiet der USA NICHT vorgeschrieben.

schematischer Aufbau des CAMERON DL Annular Blowout Preventer, wie verwendet bei der DWH Bohrung. Als Annular wird dabei der Gummiabdichtungsring ("donut") oben mit einem Durchmesser von 100 cm und einer Stärke von 40 cm.bezeichnet

"Ram Type BOP" Department of Labor/ Occupational Safety & Health Administration/ Oil and Gas Well Drilling and Servicing eTool

 

Bohrtechniken:

An sich ist Bohren eine relativ einfache Sache. Beim Bohren nach Öl, Wasser oder Geothermie gab es bisher bisher nur technische Hürden, die den Vorhaben Grenzen setzte, wie die Beschaffenheit der Bohrköpfe die Kraft der Maschinen und die Genauigkeit von geologischen Erkundungen oder auch Steueranlagen bei der Bohrung selbst.

Die Bohrrtechnik hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aber ständig weiterentwickelt. Wie der US Congress auch erst jetzt festgestellt haben will, haben die großen Ölkonzerne da Milliarden investiert. um jederzeit und überall und in immer größeren Tiefennach den wertvollsten Schätzen der Menschheit zu bohren , während man aber bei Sicherheitsvorkehrungen gespart hat,. Ja- so der Congrss: Man hat die Sicherheitstechnik nicht einmal auf den Stand weiterentwickelt,. wie er für die zugleich immer riskanteren Bohrungen Offshore und in immer größereTiefen erforderlich gewesen wäre.

Devil`s Tower- Ölförderplqattform im Golf von Mexico

BLOW OUT PREVENTER (BOP)

1. "RAM- BOP"

Ein Blowout Preventer kann im Falle einer Druckerhöhung, welche den Bestand der Bohrinsel gefärden würde, automatisch oder auch durch "manual override" das durchgeführte Steigrohr durchtrennen oder zumindestens zusammenquetschen - wie es der Vertreter der Herstellerfirma Cameron beim Congresshearing bemerkte.
Eine hydraulisch über eine Schraubenwinde vorgetriebenen Art Metallschere ( "shear ram") soll dieses Steigrohr im äußersten Notfall dabei durchtrennen und über einen Schieberverschluss verschließen.

2. "Annular BOP"

Über diesem RAM- BOP befindet sich ein zusätzliches Gerät, der " Annular Blowout Preventer". Zu deutsch: " Verhinderer von BLowouts aus dem Annulus" Annulus wird der zwischen dem Bohrloch ( bzw. der Gesteinsformation selbst) und dem Steigrohr ( bzw casing)("well-bore") verbliebene Zwischenraum genannt . Der Annular BOP besteht aus einer arretierbaren Gummidichtung ("donut" )durch den das Steigrohr selbst hindurchgefhrt wird .Er soll das Rohr das in das Ölvorkommen führt, vor allem nach oben zum Meeresgrund hin abdichten. An ihm befinden sich auch Leitungen die ggf aus der Formation ausdringende Gase etc nach oben zur Plattform ableiten sollen. Im Falle eines solchen Blowouts aus der Formation wird dann der Überdruck über Druckminderer abgebaut" und dann über diese sogenannte" choke lines nach oben geleitet , wo man das Gas dann ggf. am " stack" über der Plattform abfackelt.

Damit wird auch der Druck im Bohrraum ( wellbore) gemessen. Bei der DWH hatte die Druckmessung keine korrekten ( zu niedere ) Werte geliefert, weil die Gummdichtung ( donut)am Innenrand beschädigt und damit undicht war. Da man aber annahm ,das Bohrloch sei dicht, hat man auch das Steigrohr verschlossen, wodurch sich dann unbemerkt ein Überdruck aufbauen konnte. Ob der 1 Blowout nun über das Rohr kam, über den Annulus bzw über eine Gaspipeline aus bereits damit verbundenen anderen Bohrlochern, ist nicht genau geschildert worden. Vieles in den Äuerungen der sSachverständigen deutet aber darauf hin , dass der 1. blowout eher aus dem Anulus kam und dann wohl am Rande des Wellheads austrat.

Wie man es verstehen muss müssen dann wohl auch die choke lines ( Druckentlastung) irgendwie nicht in Funktion gewesen sein. Vielleicht waren die Ventile verriegelt weil man keine Druckerhöhung im Annular feststellte und dachte die zementarbeiten dort wären zufriedenstellend verlaufen.


Der US Congess kam- außer der Tatsache , dass wesentliche Teiles des BOPs zum Zeitpunkt des Unfalls nicht funktionierten- unter Anderem auch zum Ergebnis, dass dieser Blowout preventer von der Stärke und Ausführung generell nicht ausgelegt wäre , ein noch im Bohrrohr befindliches Bohrgestänge mit zu durchtrennen.
Außerdem wird vermutet, dass sowohl die Größe des verwendeten BOPs als auch die Stärke des Steigrohres nicht gemäß dem zu erwartenden ungewöhnlich hohen Druck , den dieses Ölvorkommen in über 5.588 Tiefe unter Normal- Null
entwickeln würde, ausgelegt war.

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MUD CIRCULATION:

Das Bohrgestänge ist innen hohl. Über zwei Leitungen wird nun zum einen entstehénder Bohrschlamm nach oben gesaugt und zum anderen wieder unter den Bohrer eingesprizt., Dadurch wird er ja immer feiner und unterstützt wohl auch den Bohrvorgang selbst. Im Wesentlichen wird aber immer eine bestimmte Konzentration von schwerem Bohrschlamm im Bohrloch beibehalten, um beim Anstechen ölfördernder Schichten das Freiwerden unter Druck stehender Gasblasen zu vermeiden ( Blowout) . Durch das " Zirkulieren" des Bohrschlammes soll verhindern dass sich der Bohrschlamm mit Methan anreichert.

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CEMENT JOB ( Zementarbeiten)

Wenn die Bohrung fertiggestellt ist wird nun Mörtel unter das Rohr gepumpt der dann durch den Druck aus der Quelle an den äußeren Seiten aufsteigen und so den Annulus (Zwischenraum, Fuge) zwischen Steigrohr und Gesteinsschicht abdichten soll.

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BEGRIFFE AUS DER BOHRTECHNIK:

Es tauchen nun in den Videos oder auch Berichten immer wieder bestimmte Begriffe auf. Ich habe mich jetzt bemüht, mich zu deren verständnis über wichtigesten Begriffen schlau zu machen. Soweit erhältlich, habe ich links zu Webseiten eingebaut, wo diese Begriffe genauer erläutert werden:( Begriffe die bereits im Text auftauchen werden hier nicht mehr genannt:

Hier finden sie ein englischsprachiges Lexikon mit allen begriffen aus der Petroindustrie

englischer Begriff:
Erläuterung:

"casing"

der Begriff entspricht dem Begriff "Verschalung" aus der Bautechnik. Um das Einfallen des Bohrloches zu verhindern wird die Bohrung in einem "casing" durchgeführt. Ein Rohr welches dann von der Plattform aus in das jeweils neu entstandenen Bohrloch (nach) gerammt wird In der Regel ist das zugleich das Steigrohr, durch welche später dann auch die Pumprohre geführt werden

> surface casing (Abschluss oben)

> intermediate casing ( Abschluss zur Formation)

> production casing ( unten) Abschluss zum Ölvorkommen

drilling fluid
Spezialflüssigkeit die den Bohrkopf schmiert und vor Überhitzung schützt.( ähnlich wie in der Metallindustrie)
Drilling mud
Teilsynthetische schwere Substanz- auch Spülung " genannt. Sie besteht aus verschiedenen Komponenten wie auch Eisenstaub und hat ein spezifisches Gewicht zwischen 1.5 und 2 Tonnen pro Kubikmeter. " Spülung" heisst sie nur deswegen weil damit das Öl- und gasgemisch aus dem Steigrohr verdrängt ( gespült") wird. Die Substanz soll mit seinem Gewicht vor Allem dem Druck aus dem Ölvorkommen entgegenwirken und ist zur Vermeidung eines Blowouts unerlässlich. Während der Bohrarbeiten muss der Bohrschlamm ständig nach oben zur Plattform umgewälzt werden um eine zu hohe Anreicherung mit Methan usw zu vermieden was ihn druchlässig für Blowouts machen würde. Das Einpumpen geschieht in der Regel über den Holhlrauminnerhalb des Bohrrestänges . Nach oben wird der der Bohrschlamm durch das Steigrohr( riser) gepumpt.

"wellhead"

Trichterförmige Konstruktion, mit welcher das Bohrloch ( wellbore")zum Meeresgrund hin abgedichtet werden soll. Er enthält zahlreiche Düsen durch welche eine Zementmischung eingespritzt werden kann. Auf diesen wird dann -mit entsprechenden Abdichtungen- der BOP aufgesetzt

"well-bore"

das Bohrloch selbst, das beim BOhren entstanden ist und in in welches das Rohr gerammt wird

"annulus"

Raum außerhalb des Steigrohres zur Gesteinsschicht hin

"RAM Blowout preventer"

Im Gegensatz zum Annular BOP hat dieses Gerät die Funktion das Steigrohr automatisch zu druchtrennen, falls über diesen ein Blowout bestimmter Stärke (Druck) auftritt, welcher den bestand der Crew und der Plattform gefärden würde . die rams sind die Scheren die das ROhr durchtrennen sollen.( und dann wohl auch das Verschluss fungieren)

"annular blowout preventer"

: Gerät welches über dem regulären BOP angebraucht wird und mit welchem verhindert werden soll , dass Gasströmungen ( blowouts) aus dem "Annulus" am äußeren Rand des Steigrohres austreten . Er besteht im Wesentlichen aus einem, bzw zwei Gummiringen ( Dichtungen, " Annular" genannt ) die das Rohr umschließen und mittels eines Hebels noch verstärkt arretiert werden können. der Annular bei der deepwater Horizon hatte einen Durchmesser von 100 cm und eine Stärke von 40 cm.

Über dem BOP soll der Annular die oberste Abdichtung des Bohrloches bilden. Im Falle unkontrollierbaren Druckes aus dem Bohrloch gibt es noch den Choke anschluss . er hilft nataürlich nichts wenn der wellhead nicht ausreichend druckfest ist.

am "BP Bohrloch dringt Gas und Öl möglicherweise bereits auch am Rande des Wellheads aus.

"riser"

Riser bedeutet Steigrohr/Förderrohr ( meist identisch mit dem casing") Innerhalb des risers wird die Bohrung vorangetrieben sowie Arbeiten am und unter den Rohr durchgeführt. Später wird ( mit einem seperaten Pumprohr) innerhalb des Riser das Öl und Gas nach oben gefördert.

BP wurde bei der ersten Untersuchung des Unfalls auch zum Vorwurf gemacht, eine zu lange string verwendet zu haben. Was die einzelnen welldesignsfür die Sicherheit der BOhrung bedeuten ,kann man sich wohl aber streiten

" string"

String bedeutet zu deutsch "Strang" Gemeint sind damit verschiedene Abschnitte des Casings. bzw des Steigrohres , die verschiedene Anforderungen erfüllen müssen :

der unterste Teil über der Ölresservoir wird " Productions string genannt".Oft wird die Bohrung so gestaltet dass sich das Bohrloch nach unten verjüngt. Dementsprechend werden verschiedenen Rohrstärken verwendet . diese müssen dann eingebaut und dann dicht miteinander verbunden werden. schließlich müssen die einzelnen Strings dann auch noch zur Gesteinschicht abgedichtet werden.

Dementsprechend bedeuten begriffe wie " production casing" oder cementing"die Verschalung und Zementierung des production strings"

"well-design"

Gestaltung der (Öl-) quelle. dazu gehört im Prinzip alles von der Anlage , den casings den Versiegelungen bis hin zu den erforderlichen Ausführungen und Stärken von Anlagenteilen wie u A dem Blowout preventer

In der Regel erstellen Planungsbüros Päne und Empfehlungen für individuelle welldesign . welche gesetzlichen Vorgaben wie geologische Gutachten dazu gefordert sind ist mir nicht bekannt

In den USA legt man nicht viel Wert auf viel Bürokratie oder penible Regelungen. Man erwartet eine hohes Maß an Selbstverantwortung Dafür hat man in den USA auch unbegrenzten Möglichkeiten für Schadensersatzforderungen.

Von seitens eines solchen Planungsbüros wurde BP nunmehr anlässlich des Unfalls vorgeworfen deren Empfehlungen missachtet zu haben

"cement-casing"

>production (string-) casing" usw.

Versiegelung von Bereichen des Annulars ( Bohrraum zum Rohr hin) durch zementmischungen. Je. nachdem, wie das cementcasings geplant wurde , wird über einen pumpe mit einem Verteilerkopf eine zementmischung an die Wand des von speziellen Riser abschnitten gespritzt, wo sich durch bestimmte Öffnungen befinden , druich die die Zementmischung auch außerhalb des Rohres dringen und dort verbliebene Zwischenräume verschließen soll. Wichtig ist das inbesondere bei Übergängen wo sich das Rohr- z B weiter unten im Production String verjüngt.

 

Weitere Vorrichtungen

Rohranschluß am BOP, durch den Gasmengen , die sich inbesondere nach Verschluss des Steigrohres im Zwischenraum von Rohr und Gesteinsschicht bilden und aufsteigen können, nach oben geleitet werden . Der vorhandenen Druck aus der Formation wird dabei langsam an den Atmosphärendruck angepasst , um Explosionen vorzubeugen.

Während der Erschliessungsphase wird diese choke line auch benutzt um Schlamm in dien zwischenröäujme zu pumpen bzs zirkulieren zu lassen

1. a vertical arrangement of blowout prevention equipment. also called preventer stack. see blowout preventer. 2. the vertical chimney-like installation that is the waste disposal system for unwanted vapor such as flue gases or tail-gas streams...

Remote choke panel

Einrichtung auf der Plattform selbst, über das sich die choke line steuern lässt
Anordnung von Rohren und Ventilen, beim Bohren wird Schlamm darüber zirkuliert, wenn der BOP geschlossen ist . bei Testvorgängen wird es am BOP angeschlossen und erlaubt die Kontrolle von Gaseinströmungen aus der Sedimentschichten und casing Undichtigkeiten
An extension from the blowout preventer assembly used to direct control the flow of well fluids from the annulus to the choke....

"hanger"

   
A device placed or hung in the casing below the blowout preventer stack to form a pressure tight seal. pressure is then applied to the blowout preventer stack to test it for leaks...
A burner on a remote line used for disposal of hydrocarbons during clean-up, emergency shut downs and for disposal of small volume waste streams of mixed gasses that cannot easily or safely be separated....
A fitting placed in the blowout preventer stack to provide space between preventers for facilitating stripping operations, to permit attachment of choke and kill lines, and for localizing possible erosion by fluid flow to the spool instead of to the more expensive pieces of equipment....

Beschreibung von Bohrungen auf Land ( englisch)

Oil-well drill bit

single diamond drilling bit

Centralizer für Zementarbeiten (Schlummberger)

Zentrierer werden auch als Führung benutzt , um das (schmälere) Bohrrohr im Casing (riser) zu stabilisieren

Bild. Cameron choke systems

eigene Bemerkungen:

Bei der DWH wurden aber nur ein provisorisches cement casing angebracht, da am nächsten Tag ( 21.4.2010) die Mariana die Förderarbeiten selbst übernehmen sollte. Die Mariana hatte ursprünglich 2009 mit der Bohrung begonnen, wurde aber 2009 während eines Hurricanes stark beschädigt Daraufhin wurde sie zu Reparaturarbeiten abgeschleppt. Die DWH sollte nun zwischenzeitlich die Bohrung nur weiterführen.

Um zu ermöglichen, dass die DWH abdocken und die Mariana tags darauf an die Bohrinstallation andocken könnte, wurde nun geplant, ( nur) 2 Betonstöpsel in die Rohre einzuzementieren, um das ROhr vorrübergehend zu versiegeln so dass es auch leicht wieder aufgemacht werden kann . Während den AArbeiten am zweiten von 2 Betonstöpsel soll - so Halliburton vor dem Unterschungsausschuß- der Blow out dann passiert sein.

Während dieses Vorgangs kann es leicht noch zu einem Blowout kommen. Deswegen gilt als riskant. Ist die Versiegelung abgeschlossen , sollte die Quelle sicher verschlossen sein

es ist wohl so gewesen , als wollte man einen Dampfkochtopf mit fast siedendem Öl mit einem Korken verschließen.

Zuerst wurde dabei der schwere Schlamm den man während der Bohrung im Bohrrohr zirkulieren ließ, abgepumpt und durch meerwaser ersetzt. Sogenannte "Zentrierer werden eingeschoben die die Betonstöpsel halt geben sollen.

Dies muss soweit geklappt haben ,. sowohl am Unteren Ende des Rohres als auch darüber konnten zwei dieser Stöpsel engebracht werden ohne das etwas passierte. Die positiven Druckkontrollmessungen verliefen zufriedenstellend . über die " negativen " Unterdruckmessungen gibt es keine Kontrollgberichte Haliburton behauoptet nun, Transocean hätte diese messungen durchgeführt und ein okay gegeben. Derr Vertreter von Haliburton sagte dazu aber am 12.5. im Congresshearing " es ein nie der Fall, dass die eine Firma die arbei einer anderen übernehmen würde.

Wohl als man ( so Haliburton) den zweiten (von zwei) Propfen zementieren wollte, ist es dann aber passiert: Auch bei dieser letzten Arbeit wurde Bohrschlamm zuerst ( wohl bis hinab zum ersten bereits eingebauten Betonpropfen abgepumpt . Dann wird der Propfen einbetoniert . Danach wird das Rohr darüber wieder mit Bohrschlamm aufgefüllt bis zu der Höhe, wo der nächste Propfen gesetzt wird.

"PRODUCTION CASING"

Am Abschluss der Bohrung der DWH war die Firma Halliburton ( siehe auch;: Blackwater. Dick Cheney) beauftragt, das " Production casing" ( das einzementieren eines schmäleren Abschlußrohrstückes im untersten Bereich über dem Ölresservoir) durchzuführen . Dort soll sich das Steigrohr verjüngen, um eine bessere Druckfestigkeit gegen über der Formation zu erzielen. Dieses Endstück mit geringerem Durchmesser kann wohl erst nach Abziehen des Bohrkopfes eingebaut werden und muss dabei in die breitere Bohrloch ( well-bore) einzementiert werden. Da dieses schmalere Enstück nicht schon von Vorneherein unten am Steigrohr ( casing) angebracht werden kann( der Bohrkopf bohrt ja ein etwas größeres Loch- etwa im Durchmesser des risers= muss auch eine feste verbindung ( eine weitereBetonversiegelung muss zwischen dieses schmäleren Rohr und dem breiteren Steigrohr darüber eingebracht werden. Eine undichte Zementierung in diesem Bereich wäre natürlich fatal und wird auch als Ursache für den Unfall auf der DWH angesehen.. Zum Zeitpunkt des Unfalles-hätte es bei richtig durchgeführten Zementierarbeiten nicht mehr zu einem Blowout kommen dürfen

Hätte der BOP funktioniert . hätte man allerdings den Brand löschen können und es gäbe jetzt ( wohl, nichts ist mehr sicher) auch kein leckendes Ölrohr am Meeresgrund .

Die Firma Halliburton bekam im Irakkrieg eine Exclusivvertrag zur Versorgung der US Truppen. Bereits vor dem 911 soll wie auch bei der Bush Firma ...saudiarabische Firmen wie die Bin Laden Group an Haliburton beteiligt gewesen sein.

So, wie es spiegel online berichtet, pumpte man nun einfach Zement ans untere Ende des Rohres und dann hinterher schweren Bohrschlamm . der Druck aus der Quelle sollte dann offenbar ( während das Steigrohr selbst verschlossen wird) den Mörtel in die Zwischenräume, die bei der Bohrung zwischen Rohr und Gesteinsschicht verblieben sind ( well-bore") hochdrücken.- (Anm.: wenns so ist, ein wohl sehr . " "abenteuerliches" Verfahren.)

Ob diese Versiegelung funktioniert hat , bzw dicht war, war dann bei den Drucktests nicht eindeutig festzustellen . siehe weiter unten>Unfallursachen

Bilder: wiki commons :

HALLIBURTON

Lincoln Plaza in Downtown Dallas, which at one time had the Halliburton headquarters

Halliburton baut im Auftrage des US Regierung )homeland security seit 2006 auch "temporary detention and processing facilities"und Internierungslager. Laut Business Wire gilt das Modell des Guantanamo Bay detention camp als mögliches Modell.

(wiki): Former U.S. Vice President Dick Cheney. was chairman and CEO of Halliburton Company from 1995 to 2000 and has received stock options from Halliburton. As of 2004, he had received $398,548 in deferred compensation from Halliburton while Vice President

ERSTE REAKTIONEN

In einem Artikel "Sex, Lies and Oil Spills" , der bei der "Huffington Post" erschien, beschreibt der Sohn des 1968 ermordeteten Präsidentschaftskandidaten Robert Kennedy- der Universitätsprofessor Robert Kennedy jr.- wie es bei Ölbohren an den Küsten der USA wohl auch allgemein so " zugeht": Ölbohrgenemigungen gibts bei der MMS ( Mineral Management Service) gegen Geschenke und auch die Kontrolleure erschienen eher auf der Deepwater , um sich ihr Kokain zu besorgen,als um dort ernsthaft etwas zu kontrollieren. Obama sprach von einem sehr innigen (" cosy" )Verhältnis zwischen MMS und Ölindustrie.

Wiki> MMS) Im Zusammenhang der Deepwater Horizon-Katastrophe wurde bekannt, dass die MMS auf einen früher vorgeschriebenen Notfallplan für diese Plattform verzichtete

Als der Krieg im Irak zum erwarteten Disaster wurde, beschloss die US- Regierung unter G.W Bush eine planmäßige Ausbeutung unter anderem der Homeland Ölreserven im Golf von Mexiko. Diese Politik war zuerst auch von Präsident Obama weitergeführt worden. Nach der Deepwater Katastrophe wurden bisher 36 ( von rund 1000) der bestehenden Lizenzen zurückgenommen, 6 Planvorhaben gestoppt. In den Meeresgrund im GvM sollen nach Angaben des Congresses bisher ca 10.000 Bohrungen getrieben worden sein.

Am 22.6. 2010 jedoch hat ein Bundesrichter das sechsmonatige Verbot von Erdölbohrungen im Golf von Mexiko aufgehoben. ( spiegel- online): US-Richter kippt Obamas Öl-Bohrstopp

Wie Robert Kennedy auch in seinem Artikel erwähnt, schreiben bisher nur Brasilien und Norwegen ein sogenanntes "Downhole Security Valve" vor - ein Absperrventil, das noch zusätzlich (wohl?) unterhalb des Blowout preventers selbst in das Rohr eingeschweisst , bzw eingeschraubt werden müsste.

Erst 2009 hatte der US Congress einen Antrag abgelehnt, dieses zusätzliche Ventil auch für die Bohrungen an den Küsten der USA zwingend vorzuschreiben.

Weshalb man diese Vorschrift ablehnte ist nicht bekannt, aber denkbar: Das Ventil kostet pro Bohrloch ca 500.000 US $. Außerdem dürfte es gerade bei einer Probebohrung schwierig anzubringen sein. Die Stelle am Steigrohr (riser) in welches so ein Ventil dann eingefügt werden müsste ist etwas, was sich bei einer solchen Probebohrung wohl nicht im Vorneherein genau bestimmen lässt .Diese Arbeiten lassen sich auch nicht auf dem Meeresgrund ausführen. Dieses Ventil kann also, wenn, dann nur auf der Bohrplattform selbst angebracht werden, müsste aber auch genau an das Stück Rohr angeschraubt /- geschweisst werden , das sich dann ( wenn die erforderlichen Bohrtiefe erreicht ist ) auf Höhe des Meeresbodens befindet bzw diesen abschließt.

Es gibt auch die Möglichkeit ein solches Sicherheitsventil am unteren Ende des Rohres anzubringen.

Wie sich nun auch beim Congresshearing herausstellte ( und wie ich noch beschreiben werde), erwies sich auch ein funktionierender Blowout Preventer keineswegs als eine ausreichende Einrichtung zur Verhinderung möglicher Unfallszenarios einer solchen Unterwasserbohrung.

Wie Robert Kennedy weiter schreibt, hätte die Firma Halliburton ( eines der größen Serviceunternehmen für Ölbohrungen weltweit) schon des Öfteren geschlampt, wenn es um die Zementierarabeiten ging. Wegen eines Blowouts auf einer australischen Off shore Ölquelle im 2009 , wird von der australischen Staatanwaltschaft gegen Haliburton ermittelt, schlampig gearbeitet zu haben

- Teil 1.2.1. Ende-

Tony Hayward-CEO von BP (Bild: Wiki-commons)

BP CEO Tony Hayward war nach dem Unfall nicht gerade besonders erpicht darauf, sich von Jourmalisten befragen zu lassen:

In einer firmeneigenen Videostellungnahme ( siehe Video 2 unten) meinte Hayward noch , die Verantwortung für den Unfall läge alleine bei Transocean. Transocean war der Besitzer der Plattform und das Subunternehmen, welches im Auftrage von BP die Erschließungsbohrung durchführte:

" Die Verantwortung liegt alleine bei Transocean .Es ist ja deren Plattform, es ist deren Crew, deren Ausrüstung und es sind deren Sicherheitsmaßnahmen."

Video Interview mit Tony Hayward am 3. Mail 2010 bei ABC- news

Who'd Obama please with his offshore oil drilling plan?

AUSTRALIA:

(Sept.- 25-2009)

Test failure led to Timor oil spill disaster

Largest Oil Platform Spill in Australia Threatening Marine Life

Ich schenke den noch dazu immer sehr spärlichen und unkonkreten Darstellungen der BP wie auch amerikanischen Regierung selbst immer weniger Glauben. Man sol durch immer dümmeren unlogischeren behauptungen und Berichte absichtlich verwirrt werden und fühlt sich damit völlig an der nase herumgeführt und zum dummy gemacht. Das sieht man ja besonders gut auch an meiner versuchten Wiedergabe öffentlicher Berichte hier auf dieser seite

Auf youtube hat sich nun eine Gemeinde gebildet die. was die Ursache des Unfalles usw betrifft zu ganz anderen Ergebnissen gekommen ist und die auch eine unverantwortliche Art und Weise der der leasingvergabe solcher Ölvorkommen seitens der US Regierung nahelegen die im Golf von Mexiko bald zu schlimmeren geologischen Konseqeuenzen mit globalen Folgen führen könnten, als es alleine der "Ölsprudler" auf dem Meeresgrund war, der ja auch, wie jetzt bekannt wurdee wesentlich früher hätte verschlossen werden können. Man befürchtete aber eine Instabilität des Meeresbodens. Genau eine solche tritt seit Anfang August nach versiegelung des Bohrloches durch eine Verschlussskape in einem Umkreis von mindestens 3 Meilen um das Bohrloch herum auf. Dort haben sich inzwischen eine Unzahl kleinerer und größerer Löcher am Meeresgrund gebildet durch die Salzpartikel vor allem aber Methangasblasen und Ölfontainen austreten.

links and documents:

 

Sie finden diese Recherchen in der Fortsetzung dieses Teiles unter folgendem link: DER UNTERGANG DER DEEPWATER HORIZON (1.2.2)

darunter auch folgende Berichte:

2.- 9 AUGUST 2010

DAS GEHEIMNIS VON BOHRLOCH " A" UND "B"

<<inoffizieller Bericht

     

Die unglaubliche Geschichte:

DIE MYSTERIÖSE "VERWECHSLUNG" VON BP BOHRLOCH " A" und " B"-

beide im MCB 252 beide genehmigt von der MMS . BOhrloch A in 12.500 Metern Tiefe unter NN wurde angeblich bereits 2009 fertggestellt. Doch die DWH soll BOhrloch B gebohrt haben ( 6400 Meter unter NN) als der Unfall geschah. youtube user fanden nun heraus: Alle rovs befinden sich den Korrdinaten nach in der Nähe von BOhrloch A. Uns wurden über Monate nur Bilder vom BOhrloch A gezeigt!

Lesen Sie weiter:

Der Untergang der Deepwater Horizon (1/ 1)

- DIE ÖLKATASTROPHE IM GOLF VON MEXIKO -1 (Dokumentation)

In diesem Teil 1 geht es um den Unfallhergang selbst, seine Vorgeschichte die ersten Meldungen und Zeugenberichte sowie Stellungnahmen in der Öffentlichkeit.

> die Untersuchungen des US Congresses ( mit links zu den Original Dokumentationen)

>Aussagen von MItarbeitern der Ölfirmen, sowie von Experten und Zeugen des Unglücks.

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Der Untergang der Deepwater Horizon ( 2/1) "The Response! ( 1)

dies ist eine Chronologie der Berichte Maßnahmen und Ereignisse, die nach dem Unglück am 20. April eingeleitet wurden. BPs Versuche, das Bohrloch zu schließen, - die leider nur sehr spärlichen Berichte über die Maßnahmen zur Eindämmung der Ölpest und die Untersuchungskommissionen von US Congress und Regierung. Im ersten Teil finden Sie die Chronologie von Mai 2010 bis Ende Juni 2010

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In " DEEPWATER- HORIZON - The RESPONSE" ( 2)

finden sie die Fortsetzung dieser Chronologie von Anfang Juli bis jetzt. Gehen Sie auf diese Seite, um die aktuellen Berichte zu finden.

Alle Artikel sind mit verschiedenen links zu den Originaldokumenten versehen, aus denen ich meine Beiträge übersetzt habe, sowie vielen videolinks.

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In DEEPWATER HORIZON- Teil 3 finden sie eine Videochronologie aus Nachrichtenberichten, Reportagen, Zeugenaussagen nebst anderem interessanten Begleitmaterial. wie Aufnahmen vom Meeresgrund usw.

 

 

 

<< Titanic.de- als Nachfolger der früheren Zeitschrift " Pardon", heute: das allgemeine Magazin des Untergangs- hat die "top cap "Pläne BPs und die Verantwortungserklärungen der BP Aktionäre wohl als einziges deutsches Medienprodukt von Vorneherein realistisch beurteilt und auf den Punkt gebracht.>>

Abbildungen/Spalte links und rechts: "Startseitencartoons aus dem Magazin "Titanic" zur Ölkatastrophe

Oil rig blowout in Turkmenistan, No fire thank goodness.